Ein Kapitel geht zu Ende

17. Mai 2017 | 4 Kommentare

Viele von euch haben es wahrscheinlich schon lange kommen sehen: Dieser Blog wird seit Jahren nur mehr sporadisch versorgt. Ich wollte mir immer unbedingt ein Hintertürchen offen halten, falls ich doch noch "zurückkommen" wollte. Vielleicht kommt die Lust zum Bloggen ja wieder?
Wie ironisch, dass ich in meinem letzten Post noch davon geredet habe, Pusteblume? wieder aufleben zu lassen. Aber ihr kennt das sicher: Manchmal nimmt man sich Sachen vor, die man nicht einhalten kann. So war's bei mir ganz oft; ich habe mir Postideen oder Rezensionen überlegt, die ich unbedingt genau so umsetzen wollte und habe sie ständig aufgeschoben, bis mich der Gedanke daran nur noch genervt hat. Muss man nicht verstehen. 

Als ich aus verschiedenen Gründen vor einigen Monaten immer inaktiver wurde, herrschte gerade ein regelrechtes "Blogsterben". Sehr viele Blogs, die damals etwa mit meinem begonnen haben oder die mich eine lange Zeit begleitet haben, wurden ohne ein Abschiedswort "zurückgelassen" oder gelöscht. Das fand ich alles furchtbar doof. Viele meiner Lieblingsblogs waren betroffen, und ich bin ehrlich, ich fühlte mich ein bisschen auf den Schlips getreten. Viele tolle Texte und Posts, die ich sonst immer so gerne gelesen habe, wurden mir einfach entrissen ;) Deswegen möchte ich mit diesem Abschiedspost einen schönen, runden Abschluss bilden.

In wenigen Wochen halte ich meinen Schulabschluss in den Händen und das erscheint mir ein passender Zeitpunkt, auch hier einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen. Als ich diesen Blog im Sommer 2012 gegründet habe, war ich süße 13 Jahre alt. Jetzt bin ich bald 19 und, man kann es nicht anders sagen, ein völlig anderer Mensch. Pusteblume? war so lange ein Teil von meinem Leben, hier konnte ich immer alles loswerden, was ich loswerden wollte, und konnte mich mit meinen Lesern austauschen. Ihr habt mir immer so liebe Kommentare geschrieben, gesagt, dass ihr meine Texte gerne lest und mich unbewusst für weitere Posts motiviert. 

Es tut ein bisschen weh, fast 700 Leser zurückzulassen, aber es wird einfach Zeit. :) Ich habe oft überlegt, den Blog einfach ganz umzukrempeln, aber es hätte nichts gebracht - ich fühl mich hier nicht mehr so ganz wohl, wie in einem alten Kinderzimmer, aus dem man endlich raus will. "Sandra Pusteblume", das bin ich einfach ganz und gar nicht mehr. 
Auf vieles hier bin ich aber sehr stolz: Auf die Zeit, die ich investiert habe, Fähigkeiten, die ich mir selbst angeeignet habe und eine kleine Reichweite, die ich mir aufbauen durfte. 320 Posts, 8.000 Kommentare, 630.000 Seitenaufrufe und unzählige liebe Bekanntschaften und Freunde, die mir auch noch lange erhalten bleiben werden. Wenn ich dran denke, dass mein beliebtester Post über 14.000 Mal gelesen wurde, wird mir eigentlich fast schon ein bisschen schlecht. 

Ich denke nicht, dass ich mir so etwas ein zweites Mal aufbauen kann - aber ich schreibe immer noch gerne, hin und wieder einfach so für mich. Ich kann mir sogar vorstellen, dass ich irgendwann, wenn sich alles in meinem Leben etwas beruhigt hat, wieder einen Blog eröffne, auf andere Weise eben. Pusteblume? werde ich jedenfalls nicht löschen, weil man viele Rezensionen, Tutorials und andere Posts immer noch "gebrauchen" kann und angeklickt werden. Außerdem ist dieser Blog für mich wie ein vollgeschriebenes Tagebuch oder Fotoalbum. Sowas schmeißt man ja nicht weg, sondern schaut sichs hin und wieder an und blickt auf alte Zeiten zurück :)

Heute verstehe ich die Blogger, die sich von ihrem "Baby" verabschiedet haben. Manchmal muss man einfach loslassen können, wenn es nicht mehr passt. Vielen vielen Dank an euch alle, die ihr mich mit euren positiven Worten und Lob immer unterstützt und aufgemuntert habt. Ich werde mich hin und wieder mit einem breiten Lächeln an diese Zeit zurückerinnern; und vielleicht kommt ihr ja einmal im Jahr hier vorbei und staubt die alten Posts ab :)




Wichtig: Ich werde meine Email-Adresse aus der Sidebar nehmen, da ich unglaublicherweise immer noch viele Anfragen bekomme. Auch für meine HTML-Tutorials werde ich keine Hilfestellungen mehr geben. Ihr könnt mich aber theoretisch jederzeit hier über die Kommentarfunktion erreichen, wenn ihr Lust auf ein Pläuschen habt.

New Year, New Me?

2. Januar 2017 | 5 Kommentare

Viele Menschen nehmen sich zu Jahresbeginn neue Vorsätze für die nächsten 365 Tage, die so anders werden sollen als der altbackene Alltag. New year, new me! Im kommenden Jahr erfindet man sich selbst neu. Gesunde Ernährung, Sport, Motivation, Organisation und auch sonst überall das Gegenteil von dem, was man jetzt gerade ist.

Fakt für alle, die Silvester zum obligatorischen Neustart nutzen: Jeder Tag kann euer Neustart sein, wenn ihr euch dafür entscheidet. Man braucht für einen Entschluss keine Himmelsexplosionen. Nur Anstriebskraft und Willen. Du willst gesünder essen? Dann ersetz jedes Stück Schokolade durch einen Apfel. Jetzt gleich; nicht erst, wenn der Schokoladenvorrat aufgebraucht ist. Du willst sportlicher werden? Dann downloade eine Fitness-App und halte dich daran. Dazu brauchst du kein Fitnessstudio!

Wenn du unzufrieden mit dir selbst bist - seien es Angewohnheiten, deine Situation oder Aussehen - warte nicht auf das neue Jahr, sondern nimm dein Glück selbst in die Hand. Fass dir ein Herz und starte dein kleines Projekt. Und vergiss den Ausspruch "New year, new me", denn es geht nicht darum, eine völlig neue Person zu werden (embrace your flaws!), sondern darum, konstant Kleinigkeiten zu verbessern, bis du die beste Version von dir selbst bist. Klingt wie aus einem durchschnittlichen 08/15-Ratgeber geklaut, ist aber so! Daher:


Aber natürlich ist es erlaubt, seine Projekte rein zufällig zum neuen Jahr 2017 zu starten. ;) Neben Punkten wie Matura machen und einen Platz in meinem Wunschstudium zu bekommen (um die ich ohnehin nicht herumkomme), habe ich zwei Ziele, die ich konstant bis Jahresende durchziehen will:

  • Noch sportlicher werden.
    Ich habe gemerkt, wie gut mir Bewegung und Krafttraining tut. Das ist einfach der beste Ausgleich zu vielem Lernen und Herumsitzen. Ich möchte mich verbessern und steigern, und allem voran meine regelmäßigen Tage wirklich einhalten!

  • Den Blog erhalten.
    Überrascht euch dieser Punkt? Im letzten Jahr hätte man wohl meinen können, Pusteblume? wäre genauso verlassen worden wie viele andere Blogs auch. Ich will aber nicht, dass der Blog komplett eingeht. Mein Ziel ist es daher einmal im Monat zu posten, also 12 Posts zu schaffen. Wer weiß, vielleicht wird dieser Tagebucheintrag direkt ein Blogpost?

Was sind eure "Vorsätze"? Was wollt ihr an euch ändern?
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